Besondere Aufmerksamkeit Kritische Stelle
[06:59] „Die allermeisten Blumen, die wir das ganze Jahr über im Blumenladen oder im Supermarkt kaufen können, kommen nicht aus Deutschland. Vor allem Rosen kommen zum Beispiel häufig aus Kenia, hier in Afrika. Guckt, da ist Deutschland, hier sind wir. Und Nelken aus Kolumbien. Das liegt in Südamerika. Das klingt erstmal sehr praktisch, hat aber einige Nachteile. Trotz der warmen Temperaturen dort wachsen die allermeisten Schnittblumen in riesigen Gewächshäusern. Aber auch da drin müssen sie vor allen möglichen Schädlingen und Krankheiten geschützt werden. Und deshalb werden die Blumen dort mit zum Teil giftigen Mitteln gespritzt. Diese Mittel sind aber nicht nur giftig für die unerwünschten Schädlinge, sondern auch für die Menschen, die mit ihnen in Berührung kommen, weil sie mit den Blumen arbeiten. Dort oder hier im Blumenladen. Die Leute können davon sogar krank werden. Was passiert jetzt nach der Blumenernte? Die Blumen werden in ein Transportflugzeug verladen und fliegen, gut gekühlt, damit sie nicht welken, nach Europa in die Niederlande, also nach Holland. Und dort werden sie auf riesigen Märkten in andere europäische Länder weiterverkauft und umverladen, zum Beispiel in LKW. Und die bringen die Blumen dann wieder gut gekühlt in Großmärkte, auch zu uns nach Deutschland, wo Händler und Händlerinnen sie dann für ihre Läden einkaufen können. Dieser lange Transportweg plus die Kühlung, die ja die ganze Zeit über benötigt wird, das alles verbraucht richtig viel Energie. Alles in allem kann man also sagen, dass die meisten Blumen nicht gut sind für unsere Umwelt."
Implizite Verharmlosung der Umweltauswirkungen von Blumenimporten durch den Fokus auf die 'guten' Aspekte der Blumen
🛡️ Geprüft von Parinhood · Methodik ·
Unabhängigkeit
Hinweis, kein Urteil: Diese Stelle kann je nach Kontext (Ironie, pädagogische Absicht) anders wirken. Im Zweifel selbst reinhören.